Die Wasserschutzpolizei-Inspektion

Die Wasserschutzpolizei Ostberlin 1948 bis 1990

Bootstypen KB - 9  GSB (Grenzsicherungsboot)


Die Boote der WS-  Kategorie KB-9 setzten sich im Wesentlichen aus den GBS-066 und den GBS-075 zusammen. Einige dieser Fahrzeuge wurden von der WSPI in Ostberlin und von der WSP im damaligen Bezirk Potsdam (heute Land Brandenburg) verwendet.

Bei dem Boot handelt es sich um ein Grenzsicherungsboot der Klasse GSB 0-66  (WSP-Bezeichnung KB 9). Diese Boote wurden zwischen 1967 und 1980 bei der VEB Yachtwerft Rechlin* gebaut. Der Antrieb erfolgte über 2 x Aquamatic- Volvo-Penta-Antriebe (Aquamatic +Motor) (zusammen) 449 PSe. Verdrängung: 4,08 t, Länge: 9.65 m, Breite: 3,20 m, Tiefgang: 0,69 m, 53 km/h (Bilder) (*jetzt Fassmer-Werft)

Unten: WS - 13 WSP- Potsdam (Station Schleuse Machnow auf dem Teltowkanal, Grenzgewässer zur DDR. Der westliche Teil des Teltowkanals war bis zum 02.10.1090 Einsatzgebiet WSP - Wache 2 -Nebenwache-


GSB - 085 Grundsätzlich kann festgestellt werden, dass die Ausrüstung der WSP mit diesen Fahrzeugen nicht  vorgesehen war. Dr. G. Meyer, ein Experte für ex DDR-Boote, gibt folgendes zu Bedenken: Das MfS hat für seine getarnten Spitzeldienste auch Fahrzeuge benutzt, die wie die DDR Wasserschutzpolizeiboote gekennzeichnet waren. So ist es denn durchaus möglich, das die hier gezeigten Boote mit Besatzungen des MfS gefahren sind. In seinem Buch: Schiffe und Boote der deutschen Wasserschutzpolizeien und ihre Vorläufer (1890-2000) wird dieser Bootstyp auch nicht bei den Fahrzeugen der ehem. WSP der DDR aufgeführt.

Die Boote des Typs GSB-075 wurden in der Zeit zwischen 1978 bis 1987 bei der VEB Schiffswerft Rechlin in Rechlin für die Grenzsicherungstruppen der DDR hergestellt. Verdrängung 4,16 t, 9,75 lang, 3,20 breit und 0,46 Tiefgang. Angetrieben wurden die Boote mit 2 Ottovergasermotoren mit jeweils 8 Zylinder des Herstellers GIL (SU). Die beiden Motoren gaben eine Leistung von 280 PSe auf die Schrauben und waren ca. 55 km/h schnell. GIL ist ein russischer Kraftfahrzeug und Motorenhersteller. VEB-Schiffswerft Rechlin jetzt Fassmer- Werft!

GSB 075   WS-11

Ob die oben gezeigten Boote wirklich zur WSPI  Berlin gehört haben, steht nicht fest. Es könnten auch Aufnahmen auf den Grenzgewässern zu Brandenburg (Teltowkanal und Griemnitzsee) sein. Wenn man die getarnten Boote der Stasi außer Acht lässt, könnte das gezeigte Boot auch zur WSP-Potsdam gehörte haben. Sicher ist hingegen, dass diese beiden Bootstypen auch bei der WSPI verwendet wurden.
Zeisig Lotos KB 5A KB 9 KB 12
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Copyright by Helmut Hedram  "KIELWASSER" Sonderausgabe ISSN 0940-5119   im Selbstverlag 1990  aktualisiert: Oktober 2004

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